1912

Spätsommer: 12 junge Männer gründen den Soltauer Fußball-Club von 1912 (in dieser Gründungsversammlung wurde beschlossen, daß die Vereinsfarben „Blau-Gelb“ sein sollten. Dieses sind auch die offiziellen Farben der Stadt Soltau). Im gleichen Jahre stellte der Soltauer Unternehmer, Herr Willi Röders sen. in der Nähe seiner Einfrielinger Villa (jetziger Auslauf der Rodelbahn) dem neu gegründeten Fußball-Club ein Sportgelände zur Verfügung.

1913

Es entstand in Eigenarbeit der Mitglieder ein kleiner Geräteschuppen am Rande des Spielfeldes. Die sportliche Betätigung war damals im wesentlichen Spielen, Wandern, Leichtathletik aller Art. Wettkampfmöglichkeiten gab es nur sehr begrenzt, da außer dem Sportverein Wietzendorf v. 1911 keine weiteren Vereine dieser Art im Altkreise Soltau vorhanden waren.

1914

August: Durch den Beginn des ersten Weltkrieges wurde die sportliche Tätigkeit eingestellt, weil alle damaligen Vereinsangehörigen zum Militärdienst einberufen wurden (nach heutigen Informationen sind lediglich drei oder vier Vereinsmitglieder, zum Teil schwer verwundet, aus dem Krieg zurückgekommen).

1918

Wiederaufnahme des Sportbetriebes im wesentlichen durch in Soltau stationierte Wachtruppen des hiesigen Kriegsgefangenenlagers.Durch weiteres großzügiges Entgegenkommen des Herrn Willi Röders entstand bereits auf dem heutigen SVS-Platzgelände ein neuer Sportplatz, allerdings nach heutigem Maßstabe gemessen, wesentlich kleiner.

1919

18. März: Der Fußball-Club vereinigt sich mit einem neuentstandenen Tennis-Club und nannte sich nunmehr Sportverein Soltau von 1912 e. V. Die Vereinsfarben verblieben Blau-Gelb, die Spieltracht wurde weiß-schwarz.
Der Verein erlebt einen raschen Aufstieg durch die Bildung verschiedener Abteilungen, wie Fußball-, Tennis-, Leichtathletik-, Schieß- und Wintersportabteilungen sowie auch einer Damen- und Jugendabteilung. Die Mitgliederzahl war damals auf über 500 angestiegen.

1920

4. Juli: Der Verein veranstaltet einen Sportwerbetag (Kornblumentag), der über den örtlichen Bereich hinaus bei der Bevölkerung viel Beifall erhielt. In der Folgezeit wurde unter lebhaftem Anteil der Bevölkerung der Stadt Soltau intensiver sportlicher Betätigung auch eine Vielzahl kultureller Veranstaltungen durchgeführt. Beispielsweise Veranstaltungen mit dem norddeutschen Dichter Rudolf Kinau, Abende mit dem Künstler „Duarro“ oder Darbietungen mit namhaften russischen Künstler. Die zahlreichen öffentlichen und geselligen Veranstaltungen trugen wesentlich Bekanntwerden des jungen Sportvereins in der Region bei. Die Folge war, dass auch eine Ausweitung des sportlichen Wettkampfbetriebes, der eine Vergrößerung des Sportplatzes erforderlich machte, statt fand. Durch Entgegenkommen der Stadt Soltau wurde eine erhebliche Verbreiterung der Platzanlage vorgenommen. Dabei wurde der am Süd-Ostrand des Fußball-Platzes eingerichtete Tennisplatz seines sandigen Untergrundes und seiner ungenügenden Größe zum „Neuen Hause“ verlegt. Bereits vorher waren eine Einfriedung des Fußball-Platzes sowie ein hölzernes Umkleidehäuschen und eine Pumpenanlage zur Bewässerung geschaffen worden

Ende der Zwanziger

Aufgrund der erheblichen wirtschaftlichen Probleme, die durch die Arbeitslosigkeit zahlreicher Mitglieder entstanden waren, war die Mitgliederentwicklung besorgniserregend rückläufig. Die Vereinseinnahmen deckten nicht einmal mehr notwendigsten Ausgaben. Zu dieser Zeit erfolgte ebenfalls die Abtrennung der Tennisabteilung, was eine weitere wirtschaftliche Schwäche des Vereines nach sich zog.

1939

5. Juli: Durch eine Verfügung des Kreisleiters der NSDAP wurde eine zwangsweise Zusammenlegung mit dem Männer-Turn-Verein Soltau von 1864 (MTV) vorgenommen. Am 05. August 1939 versammelte sich noch einmal eine kleine Schar von getreuen Vereinsmitgliedern zu einem Schlußappell in der „Waldschänke“ Soltau.

Durch den nachfolgenden zweiten Weltkrieg war auch der durch die Zusammenlegung entstandene Männer-Turn- und Sportverein von 1864 (MTSV) in seiner Entwicklung von vornherein gehemmt. Während der Kriegsjahre konnte nur ein bescheidener Spielbetrieb notdürftig aufrechterhalten werden.

1945

Die Lage des Sports in Soltau war nahezu hoffnungslos. Durch einschränkende Bestimmungen der damaligen englischen Besatzungsmacht durfte lediglich ein sporttreibender Verein im Ort vorhanden sein. Durch sportbegeisterte Menschen wurde die neue Turn- und Sportbewegung Soltau (NTSV) auf der schmalen Brücke der damals geltenden Bestimmungen neu aufgebaut. Die großen schmerzlichen Verluste, die der zweite Weltkrieg in den Bestand der hiesigen Sportler geschlagen hatte, wurden durch eine Vielzahl zugewanderter Menschen aus den ehemals deutschen Ostgebieten gemildert.

1947

18. Oktober: Die Wiedergründung des Sportvereins Soltau von 1912 e.V. erfolgt auf der Grundlage einer Verordnung der englischen Besatzungsmacht vom September 1947, mit der den alten Sportvereinen, die in der Zeit von 1933 bis 1945 ihre Selbständigkeit verloren hatten, die Möglichkeit gegeben wurde, diese wiederzuerlangen.

Erster Vorsitzender nach der Wiedergründung wurde Robert Schlör, der in der Gründungsversammlung vom 18. Oktober 1947 die aus dem Originalgründungsprotokoll im Auszug wiedergegebene Erklärung für das Ende der Selbständigkeit des Vereins im Jahre 1939 abgab. In der Folgezeit hatte der wieder entstandene Sportverein eine Vielzahl von Kämpfen, um das sportliche Dasein durchzuführen. Zentrales Problem war die Wiedererlangung eines Sportplatzes. Der Sportplatz an der Winsener Straße war von der englischen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Das ehemals vorhandene Umkleidehäuschen und die Einfriedung waren gänzlich verschwunden. In langwierigen Verhandlungen mit der Besatzungsmachtwurde zunächst eine Nutzungsmöglichkeit des Platzes für die Sonntage erreicht. Der Zustand des Platzes war jedoch durch Benutzung mit Fahrzeugen aller Art so schlecht, daß ein ordnungsgemäßes Fußballspiel nicht möglich war.

1948

Dem Verein gelang nach Verhandlungen mit der Handwerkskammer Lüneburg auf deren Gelände an der Winsener Straße einen Ausweichplatz zu schaffen, der wieder einen geordneten Spielbetrieb möglich werden ließ.

1949

Der SV Soltau erhielt von der englischen Besatzungszonenverwaltung seinen alten Sportplatz zurück. Es wurde mit Unterstützung und Billigung der Stadt Soltau die Erstellung eines Rasenplatzes beschlossen und durchgeführt. Die Bauarbeiten wurden durch freiwillige treue Helfer des Vereins verrichtet. Mittels der ebenfalls neugeschaffenen Berieselungsanlage konnte ein schöner Rasenplatz geschaffen werden.

1951

17. Juni: Der neue Rasenplatz wurde unter großer Anteilnahme der Behörden und der Bevölkerung in einer Feierstunde mit einem Fußballspiel gegen eine Mannschaft aus Trelleborg (Schweden) seiner Bestimmung übergeben. Zu dieser Zeit hatte der Verein durch alte und neue Mitglieder einen großen Aufschwung genommen. Es war wieder eine Tischtennisabteilung sowie auch eine Damenhandballabteilung sowie eine Kinder-Turn- und Gymnastikabteilung entstanden.

Oktober: Es wurde der Grundstein für ein neu zu errichtendes Vereinsheim gelegt. Der Beschluß, ein solches zu bauen, war bereits nach langen Verhandlungen mit der Stadt Soltau am 11. Juni 1951 gefaßt worden.

1952

Aus Anlaß des 40jährigen Bestehens des Vereins wurde eine Sportwoche mit umfangreichem Programm durchgeführt, welche erhebliche Resonanz in der Bevölkerung fand.

1954

24. August: Der Weiterbau des bis dahin entstandenen Vereinsheimes wurde eingeleitet. 1954 war das Vereinsheim im Rohbau fertiggestellt. Im August 1956 erfolgte die vorläufige Inbetriebnahme dieses Teiles (Kellergeschoß) in einer kleinen internen Vereinsfeier. Die Fertigstellung des vorgesehenen Bauabschnittes gestaltete sich aufgrund der nur knappen vorhandenen Mittel äußerst schwierig.

1959

13. September: Das Vereinsheim wurde, 8 Jahre nach seiner Planung, in seiner ersten Form seiner Bestimmung übergeben.

1960

Gründung der Schießsportabteilung

1962

Es wurde der Bau einer kleinen Mehrzweckhalle begonnen und in Betrieb genommen. Im selben Jahr erfolgte nach Fusion des Soltauer Schach-Klubs mit dem Schneverdinger Schachverein die Gründung der Schachabteilung.

1963

6. Dezember: Der neu errichtete unterirdische Kleinkaliberschießstand wird seiner Bestimmung übergeben.

1964

Viele Bundesligisten waren in Soltau zu Gast. Darunter beannte Namen, wie Werder Bremen, Eintracht Braunschweig und der Hamburger Sportverein mit seinem Superstar Uwe Seeler.

1972

Die Badminton-Abteilung und die Mutter- und Kind-Turnabteilung wurden gegründet.

1984

Die Abteilung Bob- und Schlittensport wurde als nördlichste Abteilung dieser Art in der Bundesrepublik gegründet. Zwei Jahre später wurde von der Jahreshauptversammlung die Erweiterung des Vereinsheimes beschlossen und in Angriff genommen.

1987

Der Verein feiert vom 05. bis 16. August mit einem großen Rahmenprogramm sein 75jähriges Bestehen. In diesem Jahr wurde auch die Taekwondo-Abteilung gegründet.

1988

Der Umbau und Ausbau des Vereinsheimes wurde im wesentlichen fertiggestellt, so daß die neuen Räumlichkeiten bereits in vollem Umfange genutzt werden konnten.‘

1989

Gründung der Triathlon Abteilung

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